Wien 2011

Bericht über das Projektwochenende in Wien

Vom 5. bis 8. Mai fand in Wien das zweite Seminarwochenende der Kollegiaten des Schülerkolleg International 2011 zum Thema „Energie 2030“ statt. Wie auch die vorherigen Seminare wurde das Projektwochenende von Mitgliedern des Studentenforums im Tönissteiner Kreis konzipiert, organisiert und durchgeführt, von Mitgliedern des Tönissteiner Kreises tatkräftig unterstützt und von der Robert Bosch Stiftung finanziell gefördert. Mathias Schallnus und Cornelius Vogt waren federführend für das Wochenendprogramm verantwortlich, während Verena Kroth und Lena Schipper, die dieses Jahr auch die Projektleitung innehaben, die Durchführung übernahmen.

Das Projektwochenende bot den Schülern einen persönlichen Einblick in die Arbeitsweise führender internationaler Organisationen. Passend zum Thema „Energie 2030“ und vor allem im Hinlick auf aktuelle Entwicklungen in der Atomenergie und die Diskussion über einen eventuellen Ausstieg in Deutschland, besuchten die Kollegiaten die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO), die Organisation der Öl exportierenden Staaten (OPEC) und die Vereinten Nationen. Nach den Besuchsterminen hatten die Teilnehmer Gelegenheit zu ausführlichen Diskussionen mit den Repräsentanten der jeweiligen Organisationen, die sie als sehr spannend und informativ empfanden. Im Vergleich mit dem Berliner Seminarwochenende fielen Unterschiede im Diskussionston auf, da die Kollegiaten in Wien größtenteils mit PR-Personal anstatt mit Mitarbeitern der jeweiligen Organisation zu tun hatten, was zu einer unverhofften Lektion auf dem Gebiet internationaler Öffentlichkeitsarbeit führte.

Neben den Terminen in internationalen Organisationen lag ein Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung verschiedener Diskussionskulturen im internationalen Raum. Der auf Konsens ausgelegten „Tönissteiner Debatte“ zum Thema Atomausstieg folgte ein Workshop im britischen „Parliamentary Debating“, der sehr viel konfrontativer ausfiel. Die Teilnehmer nahmen beide Diskussionsarten begeistert auf.
Auch die inhaltliche Arbeit an der Jahrespublikation des Schülerkollegs wurde während der Zeit in Wien fortgesetzt. Nachdem die Kollegiaten im Plenum verschiedene Gedanken über mögliche Genre und Gestaltungsmöglichkeiten der Publikation zusammengetragen hatten, bildeten sich kleinere Gruppen zur Bearbeitung spezifischer Themen zusätzlich zur Dokumentation der verschiedenen Programmpunkte, die im Vorfeld zugeteilt worden waren.


Kulturelle und sportliche Aktitiväten rundeten das Wochenendprogramm ab. Sowohl der abendliche Besuch der Wiener Volksoper als auch der Nachmittag im Klettergarten erhielten ein sehr positives Echo von den Teilnehmern. Neben den thematischen Eindrücken wirkte sich das Wochenende daher auch vorteilhaft auf die Dynamik der Gruppe aus und bot hinreichend Gelegenheit, die in Berlin geschlossenen Bekanntschaften zu vertiefen sowie neue Kontakte zu knüpfen.