Leipzig 2013

Bericht über das Ehemaligentreffen in Leipzig im Juni 2013

„Ab in den Osten“ hieß es beim diesjährigen Ehemaligentreffen des Schülerkolleg International, das wieder mal dank der Unterstützung des Tönissteiner Kreises und des Studentenforums stattfinden konnte. Zwölf Kollegiaten aus den drei bisherigen Jahrgängen trafen sich vom 27.06. bis zum 30.06.2013 in Leipzig, um diesen Teil Deutschlands kennenzulernen, über DDR-Geschichte aus erster Hand zu erfahren und Internationalität im Aufbruch zu bestaunen.

altUm Letzteres ging es beim ersten Termin mit dem Tönissteiner Michael Petersen, Mitbegründer von „Spreadshirt“. Er erzählte von seinem Werdegang, von seinen Business-Ideen und deren Realisierung und skizzierte die Zukunft der Online-Shops. Besonders warb er für Leipzig als günstigen Firmenstandort und ermutigte die Teilnehmer zur Firmengründung. Auch der Besuch der Sprachwerkstatt Glöckler am Freitagmorgen drehte sich um die Internationalisierung Leipzigs. Die Tönissteinerin Dr. Miriam Glöckler gibt geschäftsspezifisches Einzelcoaching in Englisch, Deutsch und Französisch und bereitet so Firmenmitarbeiter auf Geschäftsreisen ins Ausland, internationale Messen und Konferenzen und die Arbeit in multikulturellen Projektteams vor. Insbesondere in Ostdeutschland ansässige Firmen fragen ihren Service an und zeigen so ihr gesteigertes Interesse, internationale Verbindungen zu knüpfen und sich außerhalb Deutschlands zu etablieren.

Nächster Programmpunkt am Freitag war eine Führung durch das Bundesverwaltungsgericht. Die Führung wurde von einer Richterin persönlich durchgeführt. Sie vereinte in ihrem Vortrag architektonische Besonderheiten des Gebäudes und historische Ereignisse mit der Arbeitsweise des Gerichts und gab so einen umfangreichen Überblick über das Bundesverwaltungsgericht.

Den Samstag widmeten die Teilnehmer vollständig der DDR-Vergangenheit. Für einen persönlichen Bezug zu diesem Kapitel deutscher Geschichte war der Zeitzeuge Dr. Martin Kupke geladen, der den Kollegiaten insbesondere das Jahr 1989 auf Basis eigener Erlebnisse schilderte. Nicht fehlen durfte eine Führung durch das Stasi-Museum, das die ehemalige Stasi-Zentrale genau in dem Zustand zeigte, in dem sie 1989 aufgefunden wurde. Anschließend bewegten sich die Teilnehmer durch Leipzigs Innenstadt „auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Den kulturellen Abschluss des Samstags bildete der Besuch des Balletts „Das Nibelungenlied“ in der Oper Leipzig. Abgerundet wurde das Alumni-Wochenende mit einem Besuch der MDR-Zentrale am Sonntagvormittag.