Brüssel 2015

Bericht über das Abschlussseminar in Brüssel 2015

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Seminar in Berlin im November 2014 fand vom 18. bis 21. März 2015 das Abschlussseminar des Schülerkollegs in Brüssel statt.
 
Thematisch geprägt war das Brüssel-Seminar von der Frage „Wie demokratisch ist die EU?“ In diesem Sinne haben die Jugendlichen beim ersten Termin im Europäischen Parlament mit Albrecht John und Tamara Reisig (Mitarbeiterin des Tönissteiners und MdEP Arne Lietz) über die Bedeutung und die Einflussmöglichkeiten des EPs für die europäische Politik diskutiert. Der Besuch der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union am Donnerstagmorgen drehte sich um die nationale Interessenvertretung in der EU. Robert Zessner (Verantwortlicher für die Beziehungen zum Europäischen Parlament - Grundsatzfragen, Auswärtiges und Finanzen) erklärte den Jugendlichen hierbei, wie Deutschland sich in die europäische Politik einbringt.
 
Am Donnerstagnachmittag war das Kolleg zu Gast bei der Gemeinsamen Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein bei der EU. Tönissteiner Clemens Ladenburger (Mitglied des Juristischen Dienstes der Europäischen Kommission) diskutierte mit den Jugendlichen über aktuelle gesellschaftspolitische Debatten in der EU, u.a. über TTIP. Als letzter Vortragender des Tages sprach Emanuele Giaufret (Leiter des Referats Demokratie und Wahlbeobachtung im Europäischen Auswärtigen Dienst) über die Demokratieförderung der EU im Bereich des außenpolitischen Handelns der Europäischen Union.
 
Der Freitag war dem Thema Interessenvertretung und Lobbyismus in der EU gewidmet. Nachdem Friedrich von Heusinger (Leiter der Vertretung des Landes Hessen bei der EU) die Aufgaben der Vertretung des Landes Hessen vorgestellt hatte, führte Tönissteiner Michael Tscherny (GPlus Europe) mit den teilnehmenden Jugendlichen ein (Streit-)Gespräch zum Lobbyismus in der EU.
Da das Projekt Wert darauf legt, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die gelernten Inhalte und Erfahrungen zu reflektieren, folgte auf die Diskussionen ein Planspiel, das die zuvor aufgenommenen Inhalte noch einmal aufgriff und den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, neues Wissen zur Gesetzgebungsprozess in der EU kreativ und aktiv anzuwenden und so zu festigen.
 
Weitere Programmpunkte am Donnerstag und Freitag waren eine Stadtführung durch Brüssel sowie ein Spaziergang mit anschließendem Abendessen im afrikanischen Viertel Matonge. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorbereitete thematische Vorträge zu den europäischen Institutionen, belgischer Politik, Brüsseler Architektur und belgischer Kultur rundeten das Programm ab.