Bitte was? Nun, so etwas könnte bald passieren, wenn wir unsere Wahlen und andere datenintensive Auslebungen unserer Demokratie nicht sinnvoll und effektiv schützen.

Doch der Reihe nach: Was ist überhaupt das Problem? 

Das Problem ist, dass mit der Erfindung des Internets und des digitalen Datenaustauschs, auch wenn es sich eigentlich nur um Einsen und Nullen handelt, die Problematik des Diebstahls nicht gebannt wurde. Und noch viel schlimmer: Es ist einfacher geworden, Angst und Schrecken zu verbreiten. Woran liegt das? Man muss zugeben, dass eine gewisse Teilschuld auch der öffentlichen Darstellung und Informationspolitik zukommt: 

Aber wer macht überhaupt was?

Datenpiraterie und Hacking finden in diversen Formen statt: Uns dürfte noch gut im Gedächtnis sein, wie die E-Mails von Hillary Clinton im US-Wahlkampf, oder der Deutsche Bundestag gehackt worden ist.

Ob die veröffentlichten Mails von Clinton im Endeffekt Donald J. Trump zum Sieg verhalfen, ist fraglich. Klar ist jedoch, dass sie auf jeden Fall auf beiden Seiten für Verblüffen und Schrecken über die scheinbare Durchsichtbarkeit wichtiger Personen geführt haben werden. Dies sind nur zwei Beispiele, die weit verbreitet kursierten, die Runde machten. 

Doch auch viele, deutlich “kleiner” Angriffe dürfen nicht unbeachtet bleiben, da sie oft ihre Wirkung nicht verfehlen.

So reicht es oftmals, eine Website einfach für mehrere Stunden zu sperren, zu blockieren oder aus dem Netz zu nehmen. Oftmals verursacht dies bei der Bevölkerung des jeweiligen Landes ein flaues Gefühl in der Magengegend, denn man hat das Gefühl, meine Daten, unsere Wahlen oder sonst etwas sind nicht sicher. Man hat das Gefühl, dort sei jemand, der uns kontrolliert, lenkt, steuert. Und das alles nur aufgrund solch einer “Kleinigkeit”. Von den Möglichkeiten, die das Internet bietet, um falsche Meldungen zu verbreiten, möchte ich gar nicht erst sprechen. Auf jeden Fall kann man zusammenfassend sagen, dass es diverse Möglichkeiten gibt, Einfluss auf Wahlen zu nehmen oder zumindest die Bevölkerung einzuschüchtern. Zumal ich, um Hassnachrichten oder falsche Meldungen zu verbreiten, noch nicht einmal ein Hacker sein muss, es geht viel einfacher. 

Was können wir nun dagegen tun?

Im ersten Schritt genügt es vollständig, das Thema aus der Schreckenszone zu nehmen und offen darüber zu informieren, was ein Hackerangriff ist, was passieren kann und wie wir uns schützen, und dass unsere Wahlen nicht absolut sind, vor allem auch, da wir noch keinen vollautomatischen Wahlautomaten haben. 

Sinnvoll wäre es aber auch, eine eigene “schnelle Eingreiftruppe” für solche Fälle zu haben, die an besonders hackerfrequentierten Tagen, zum Beispiel am Wahlabend der Bundestagswahl, Bereitschaften halten und im Fall eines solchen Angriffs sofort eingreifen und versuchen, das Ausmaß zu minimieren oder den Angriff abzuwehren.

Und auch ein jeder von uns kann etwas für die Sicherheit datenintensiver Wahlen machen: Einfach nicht alles im Internet glauben, auch mal prüfen und vor allem keine Panik bekommen, oder sogar Panik verbreiten, wenn etwas passiert und die Website des Deutschen Bundestages, oder irgendeine andere Website, zeitweise an solchen Tagen offline ist.

Gründe, eine Wahl zu Hacken oder eine Website zu blockieren, gibt es also viele, nicht zu vergessen, dass es auch noch den absolut banalen Grund gibt, Einfluss auf die Wahlen zu nehmen, wir müssen aber lernen, damit umzugehen, wie man auch damit umgehen können muss, dass Akten verschwinden können oder dass früher falsche Nachrichten per Mundpropaganda verbreitet werden konnten, zwar um Längen nicht so effektiv, aber auch durchaus mit wirksamen Folgen.

Von Maximilian Märken