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Tödliche autonome Waffensysteme: Eine Kritik. Denn ein Leben ist mehr als eine binäre Option.

Killerbots – so nennen Aktivisten und NGOs die im Militärduktus als “tödliche autonome Waffensysteme” bezeichneten Kampfroboter, die mit fortschreitender technischer Entwicklung weiter in den Fokus prophylaktischer Vordenker geraten. Bereits 60 Staaten streben nach solchen Superwaffen, welche wir bis jetzt nur aus Filmen kennen. Doch sind Entscheidungen über Leben und Tod ohne humanen Input moralisch vertretbar?

Bei diesen Waffen handelt es sich um Maschinen, die ohne Befehl oder einer sonstigen menschlichen Entscheidung durch Algorithmen über den Einsatz potentiell tödlicher Waffengewalt entscheiden. Dadurch wird der Einsatz von Soldaten vermieden und somit enorm an Kosten und dem Risiko, Menschenleben Gefahren auszusetzen, gespart. Für Militärs ein Segen, sind diese Kampfgeräte in den Augen vieler eine Gefahr, welche nicht nur der Menschenwürde und jeglichen moralischen Standards entbehrt, sondern auch potenziell im  Konflikt den Tod unzähliger Unschuldiger bedeuten könnte. Weiterlesen

Umweltflüchtlinge. Die Flucht vor der Natur.

Hunger, Armut und Krieg sind den meisten als Motive zur Flucht aus der Heimat bekannt, daneben ist aber auch Umweltzerstörung als Ursache von Flucht und Abwanderung anzuführen. Das Problem: Das Konzept des “Umweltflüchtlings” bleibt verwaschen und die Datenlage unsicher, obwohl die Anzahl dieser stetig zunimmt.

Was ist ein umweltflüchtling?

Der Begriff des Umweltflüchtlings wird unterschiedlich verwendet, generell beschreibt er Menschen, die sich gezwungen sehen, ihre Heimat auf Grund ihrer zerstörten Umwelt zu verlassen.

Häufig besteht ein fließender Übergang von der Flucht vor der Umwelt zu anderen Abwanderungsmotiven. Flieht also jemand, weil sein Acker keine Bewirtschaftung mehr erlaubt, verlässt er seine Heimat, weil Alternativen zum Lebensunterhalt fehlen – also aus Armut. Wer flieht, weil aus ökologischen Problemen ein gesellschaftlicher Konflikt entstanden ist wie z.B. in Ruanda, flieht im Endeffekt vor Krieg und Gewalt.

So ist Umweltzerstörung ein wichtiges Abwanderungsmotiv neben vielen anderen, das sich aber nur selten als die einzige Fluchtursache anführen lässt. Weiterlesen

Globale Ungerechtigkeit

Die globale Ungerechtigkeit ist heutzutage größer als jemals zuvor in der Geschichte. 2017 besitzen die acht reichsten Menschen so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit – und die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Wie konnte es dazu kommen? Wodurch wird dieses Ungleichgewicht aufrechterhalten? Wie kann die Ungleichverteilung wirksam vermindert und der Weg zu einer gerechten Welt geebnet werden? 

Teil I: Ungerechtigkeit in der Geschichte

Die globale Ungerechtigkeit ist heute größer als je zuvor. Aber wo hat sie in der Menschheitsgeschichte ihren Ursprung? Wie hat sie sich entwickelt? Inwiefern wehrten sich die Menschen der Vergangenheit gegen Ausbeutung?

Egoismus als ein Urtrieb des Menschen – frei nach dem Motto „Survival of the fittest“

Survival of the fittest – der Stärkere überlebt. Es scheint, als wären der Egoismus und die Fixierung auf das eigene Wohlergehen Urinstinkte des Homo Sapiens. Neid, Missgunst und Eifersucht sind ursprüngliche menschliche Gefühle, die wohl schon in der Frühzeit das Verhalten unserer Art bestimmten. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Eismumie „Ötzi“, die vor mehr als 5.000 Jahren in den Ötztaler Alpen einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Das Ziel waren vermutlich seine wertvollen Besitztümer, an denen man sich bereichern wollte. Weiterlesen

Die Gruppendynamik und -atmosphäre im SKI

„Du warst bis jetzt die Einzige, mit der ich mich noch nicht unterhalten habe“ gab Mark einer der Schülerinnen zu bemerken – gerade einmal 48 Stunden war es her, dass sich das 24-köpfige Team zum ersten Mal gesehen hat. Ist das überhaupt möglich? Jugendliche von heute sind doch bekanntlich unkommunikative Wesen, solange sie nicht ihr Smartphone zur Hand haben. Das erste Treffen des SKIs 17/18 steht diesem Vorurteil klar entgegen, rege Kommunikation herrschte rund um die Uhr. Doch wie funktioniert das eigentlich? Weiterlesen

Jazz-Konzert in der Kunstfabrik Schlot

Bericht über das Seminarwochenende des Schülerkolleg International in Berlin vom 08.-12.11.17 mit Schwerpunkt auf dem Jazz-Konzert

Unser Seminarwochenende begann an einem Mittwoch. Viele von uns durchquerten an diesem Tag einmal die ganze Republik, die meisten mit der Bahn. Doch vor uns lagen drei sehr informative und lehrreiche Tage in unserer Hauptstadt. Nachdem wir uns also am Mittwoch bis 18 Uhr im Tagungshaus in Berlin-Kreuzberg eingefunden hatten, gingen wir gleich danach zum ersehnten Abendessen und dann zu den ersten Kennlernspielen über. In dieser Runde lernten wir uns gegenseitig besser kennen und es bestand aufgrund der unterschiedlichsten politischen Meinungen bereits reichlich Diskussionsstoff für die nächsten Tage, was allerdings von den Meisten als positiv empfunden wurde. Ebenso feierten wir in dieser Runde auch Marks Geburtstag.

Am nächsten Morgen dann, die Nacht war leider viel zu kurz, machten wir uns bereits sehr früh auf den Weg zu einer sehr interessanten Behörde, dem Auswärtigem Amt. Dort angekommen und nach flughafenähnlicher Sicherheitsüberprüfung stellten uns Markus Bleinroth, ein Referatsleiter, und Wiebke Rückert, Juristin, (beide Diplomaten) das Berufsbild und die vielfältigen Tätigkeiten eines Diplomaten vor. Danach hatten wir Zeit, ihnen Fragen zu stellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Weiterlesen

Gehen 24 Jugendliche in das politische Berlin

Vor wenigen Tagen ist aus Berlin die Nachricht gekommen, dass die Sondierungsgespräche nach der Bundestagswahl abgebrochen wurden. In Zeitungen kann man noch immer viel darüber lesen, wie die Gespräche hätten verlaufen müssen. Viele Leute haben eigene Vorstellungen davon, wie die verschiedenen Politiker und Parteien nach der Wahl hätten handeln sollen. Auch darüber, wie die Regierungsbildung weitergehen müsste, gibt es viele unterschiedliche Meinungen.

Wer kennt diese Leute nicht- … man sitzt im Fußballstadion und es gibt immer diesen einen Zuschauer, der alles zu wissen glaubt. Er schreit sich die Seele aus dem Halse, auch wenn ihn keiner der Spieler hört. Wenn man ihm die Chance geben würde, würde er es sich auf dem Trainersessel gemütlich machen. Doch weiß es ein Einzelner nicht immer besser, deswegen gibt es eine ganze Horde von Beratern, so auch in unserem zentralen Regierungsorgan – dem Bundestag. Mehr als 700 Abgeordnete, die über Gesetzesvorschläge, aktuelle Entwicklungen und die Politik Deutschlands diskutieren, arbeiten dort zusammen. Außerdem gibt es in Ministerien, im Kanzleramt und auch in den Büros der Abgeordneten noch einmal mindestens dreimal so viele Mitarbeiter, die ebenfalls an dem großen Bild der deutschen Politik werkeln. Weiterlesen

Hochschulbildung für Flüchtlinge: Kirons Erfolgsrezept

Besuch des Schülerkollegs International 2017 bei Kiron

Gerade wir Jugendlichen bewundern Menschen, die gegen Missstände in unserer Welt ankämpfen: Ein Mensch namens Gandhi kämpfte für Freiheit, Frieden und Völkerverständigung; Martin Luther King setzte sich für Gleichberechtigung und die Abschaffung der Rassentrennung in den USA ein und Leonardo di Caprio kämpft für den Artenschutz von Walen im Pazifischen Ozean.

Doch manchmal reicht auch ein Blick in die Gründerkultur der letzten fünf Jahre, um von Leuten inspiriert zu werden, die Probleme in unserer Gesellschaft erkennen und mit ihren Ideen einen Beitrag für mehr Frieden, Gleichberechtigung und Fortschritt leisten: Willkommen in der Welt der Social Start-Ups!

Der Besuch des Schülerkollegs International beim Social Start-Up Kiron am 09.11.2017 hinterließ bleibende Eindrücke und hat viele von uns – fernab von vielversprechenden Karrieren im Ausland – zum Nachdenken über unser nachhaltiges Engagement in der Zukunft gebracht. Weiterlesen

Hinter den Kulissen des Bundestags

Ein Gespräch mit Frau Inga Frohmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro vom MdB Prof. Dr. Heribert Hirte (CDU/CSU-Fraktion)

Unser 19. Deutscher Bundestag! Das ist unser gemeinsam gewähltes Herz der Demokratie. Ganze 709 Abgeordnete aus sieben Parteien und sechs Fraktionen. Also “business as usual“? – Von wegen! Gerade jetzt nach der konstituierenden Sitzung wird sich vieles in den Grundsatzdebatten des Plenums ändern. Doch über seine gesetzgebende Funktion hinaus – wie läuft es wirklich im Bundestag?

Herr Prof. Dr. Heribert Hirte:

Auf seiner Website nennt sich Herr Hirte einen „echten Kölschen Jung“, da sein Lebensmittelpunkt trotz einiger Auslandsaufenthalte stets in seinem Heimathafen Köln geblieben sei. Sein Abitur und auch das Studium der Rechtswissenschaften legte er in Köln ab. Während seiner Studienzeit verbrachte er ein Jahr in Lausanne in der Schweiz. Danach folgte seine Promotion und eine Teilnahme am LL.M- Programm der University of California in Berkeley. Nach einigen Stationen an Gerichten – unter anderem als stellvertretendes Mitglied des Thüringer Verfassungsgerichtshofes – erhielt er im Jahr 2000 einen Lehrstuhl an der Universität Hamburg. Seit 2013 ist er nun als Direktkandidat des Wahlkreises Köln II im Bundestag für die CDU/CSU Fraktion vertreten. Zudem ist er seit dem Jahr 2014 für den katholischen Stephanuskreis als Vorsitzender aktiv. Dass Heribert Hirte als gläubiger Katholik sich trotzdem sehr für die „Ehe für alle“ eingesetzt hat, stellt seine Mitarbeiterin Inga Frohmann als besonders bemerkenswert heraus. Weiterlesen