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Interview mit Niels Schuster – Der Green Deal der EU zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Seit einigen Wochen stehen Home Office und Videokonferenzen zwischen dem realen Austausch. Das private Leben ist auf das Minimum reduziert. 2020 – das Jahr ohne interessante Begegnungen und Erfahrungen? Von wegen! Das Schülerkolleg International hat uns, Dörthe und Yasmin, ermöglicht, ein Interview mit Niels Schuster, Beamter der EU-Kommission, zum Thema Klimaschutz zu führen. Das fand zwar digital und sogar zwischen zwei Ländern statt. Trotzdem war es spannend, mit einer Persönlichkeit zu sprechen, die die Regeln des Pariser Klimaabkommens selbst mit verhandelte.

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Wie kann es nach der Corona-Krise mit dem Klima weitergehen?

Die Corona-Krise hat uns hart und vor allem überraschend getroffen: nur wenige bis wahrscheinlich niemand hätte sich träumen lassen, dass ganz Deutschland, die ganze Welt ohne tatsächliche Vorankündigung lahm gelegt und auf Stillstand gestellt wird. Aber aus jeder veränderten Situation kann eine neue Normalität entstehen und wir merken, wie es auch ohne den Alltagsstress, ohne Geschäftsreisen, aber dafür mit Videokonferenzen, im Homeoffice geht. Wir wollen uns nichts vormachen: für unser Klima ist der Shutdown gut, die Autos bleiben in den Garagen, die Flugzeuge auf dem Boden, die Produktion neuer Waren ist auf ein Minimum runtergefahren. Die Folge: weniger CO2 wird ausgestoßen. Und vielleicht lernen wir aus dieser Zeit auch etwas und einen Teil der klimafreundlicheren Lebensweise können wir beibehalten. Doch wie wird es generell in der Politik und Industrie mit unserem Klima weitergehen?

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Die Gestalter des 21. Jahrhunderts

Die Schule ist ein goldener Käfig: In den Fächern leisten Lehrer hervorragende Arbeit, um uns Schüler auf das Studium oder die Ausbildung vorzubereiten. Allerdings denken wir Schüler nur in Fächern, Tabellen und Aufgabentypen. Das SKI hat genau das Gegenteil mit uns gemacht: Es bildet seine Teilnehmer zu „Out of the box“ – Denkern aus; uns wurden die Fähigkeiten für die Gestalter des 21. Jahrhundert vermittelt.

Das SKI ist ein Stipendien- und Förderprogramm für Jugendliche, die in Zukunft international gestalten möchten, ob in Wirtschaft, Politik oder sozialen Initiativen. Jedes Jahr steht ein Thema im Fokus: für den Jahrgang 2020/21 der Klimaschutz – die größte Herausforderung unserer Generation. Ich nahm am SKI teil, da ich sehr engagiert bin, zum Beispiel als Schiedsrichter, in der Schülervertretung, in einer liberalen Jugendorganisation und beim English-Debating.

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„Faule“ Entscheidungsträger? – Meine Erkenntnisse aus dem Berlinseminar in Bezug auf die Klimapolitik

Hallo! Mein Name ist Luzie Richter, ich bin 16 Jahre alt und nehme am Schülerkolleg 2019/2020 teil. Im November hat das Berlin-Seminar zum Thema „Klimaschutz“ stattgefunden. Im Laufe der vielen Programmpunkte hat sich dabei meine Sicht auf die heutige – vermeintlich enttäuschende – Klimapolitik verändert.

Aufgrund des hohen politischen Interesses in unserer Gruppe, waren uns viele der Programminhalte bereits bekannt. Dennoch war die Verbildlichung vor Ort eine erneute Motivation, sich aktiv einzubringen. Besonders das Gespräch mit Impact Investor Jochen Wermuth, einer Referentin von atmosfair sowie die Führung durch die ECF Urban Farm hat uns einige Möglichkeiten grüner Zukunftsgestaltung aufgezeigt und somit verdeutlicht, dass es nicht vergebens ist, sich für das Klima einzusetzen. Solche ernüchternden Gedanken können angesichts der aktuellen Klimadebatte nämlich schnell auftauchen.

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Klimawandel und Großstädte

Wie wir schon bereits während des Berlinseminars lernen konnten, ist die Beziehung zwischen Großstädten und dem Klimawandel eine fundamentale. Damals hatten wir uns eine ECF-Farm angeschaut, die nur wenige Kilometer außerhalb Berlins auf wenigen Quadratmetern verschiedene Pflanzen und Fische züchtete. Vertical Farming, so der Fachbegriff, soll dabei helfen, auch in Städten Lebensmittel zu produzieren. Dass Großstädte enorme Auswirkungen auf unser Klima haben, konnte uns auch Nick Goedeking während einer der zahlreichen Zoom-Sessions bestätigen. Seine Kenntnisse durch eine Promotion am Department of Environmental Science, Policy and Management der University of California in Berkeley spiegelten sich auch in unserer Unterhaltung wider.

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Sprechblasen: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Treffen sich ein Junger Liberaler, ein Mitglied der Jungen Union und einer der Grünen Jugend…

Was sich anhört wie der Anfang eines schlechten Witzes, war beim SKI eine Gelegenheit. Die Gelegenheit, aus der gewohnten Blase auszubrechen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die eine andere, wenn nicht gar die gegensätzliche Meinung vertreten.

Oft sucht man sich in seinem Umfeld Menschen, die eine ähnliche Meinung vertreten, ähnliche Interessen oder einen ähnlichen Humor haben. Das kann zur Folge haben, dass man in seiner Meinung immer mehr bestärkt wird. Das ist ganz schön, aber ist für einen persönlich nicht besonders bereichernd. Beim SKI trafen wir auf über zwanzig diskussionsfreudige Jugendliche, die ein anderes Umfeld gewohnt sind.

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Auf der Suche nach alternativen Energiequellen. Über die Rolle von Politik und Experten

Wir müssen unseren Planet retten. Eigentlich uns retten,  weil wir auf ihn angewiesen sind.  Die Politik ist zu langsam, trifft keine effizienten Entscheidungen und hat keine konkreten Pläne,  wie sie den Umgang mit dem Klimawandel steuern kann. 

Zuletzt wurde ein Klimapaket verabschiedet,  mit dem viele nicht zufrieden waren. Die Politik will die Kohlekraftwerke bis zum Ablauf der Verträge weiter am Netz halten,  also noch für Jahre. Der Preis für fossile Brennstoffe soll steigen. Viele Bürger*Innen ohne geeignete Alternativen würde das belasten.  Die Experten andererseits-  je nach Qualität ihrer Arbeit- sind entweder auf der ewigen Suche nach Antworten zu Fragen, die mit dem Klimawandel im Zusammenhang stehen oder suchen nach realistischen, klimafreundlichen Alternativangeboten.  Vor allem allerdings arbeiten sie meistens alleine und von ihren Ergebnissen nimmt die Politik wenig Notiz.  Diese Expertise fehlt der Politik. Andere Forscher, die direkt am Verhandlungstisch sitzen, zielen mitunter nur auf den Gewinn der Kraftwerksbetreiber ab.

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Bericht über den Besuch des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Im Rahmen des Schülerkolleg-International im Schuljahr 2019/20 haben wir das vielschichtige Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besucht. Paula Aschenbrenner und Lisa Murken, beide Mitglieder in der Arbeitsgruppe bezüglich Anpassung in Agrarsystemen, stellten uns den eigenen Werdegang, das PIK und die Themen und Ausarbeitungen ihrer Arbeitsgruppe vor.

Paula Aschenbrenner studierte Physik an der Universität in Leipzig sowie Umweltwissenschaften an der Universität in Kopenhagen und der Universität für Bodenkultur in Wien. Neben ihrer Arbeit am PIK leitet sie Seminare zu den Themen “Globales Lernen“, Diskriminierung und Klimagerechtigkeit.

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Kann Kapitalismus das Klima retten?

„Planet over profit“ – „Klima vor Profite“. Solche und ähnliche Forderungen sind Kerngedanken der FFF-Bewegung. Teile der Bewegung sehen im Kapitalismus den treibenden Motor zur Ausbeutung unseres Planeten und fordern „System change, NOT climate change“. Kann ein System, das auf dem Instinkt des Menschen baut, immer mehr haben zu wollen, der Klimakrise etwas entgegensetzen?

Im Rahmen unseres Berlin-Seminars des SKI 19/20 hatten wir die Gelegenheit, Jochen Wermuth und seine Vermögensverwaltung, Wermuth Asset Management, kennenzulernen. Wermuths Geschäftsmodell: nachhaltige Anlagestrategien, die nicht nur das Geld seiner Kunden mehren, sondern auch dem Planeten etwas Gutes tun – „Impact Investing“.

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Besuch bei Wermuth Asset Management GmbH

Das Schülerkolleg International war für mich ein Schlüsselerlebnis, mich mit meinen Interessen in alltägliche Diskussionen noch mehr einzubringen und für meine Meinung einzustehen. In diesem Schlüsselerlebnis spielt auch der Besuch der Wermuth Asset Management GmbH eine wichtige Rolle. Während des Berlin-Seminars im November 2019 wurde uns die Möglichkeit geboten, eine sehr interessante und kontroverse Diskussion mit dem Investor zu führen. Uns Teilnehmer*innen wurde vor Augen geführt, wie ein solch erfolgreicher Karriereweg aussehen kann, denn Herr Wermuth hat sein Studium im Ausland absolviert und auch eine Zeit lang im Ausland gelebt und gearbeitet. Mir wurde bewiesen, dass deutlich mehr dazu gehört, als einfach nur Glück im Job zu haben.

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Die Place to B Awards – als Schülerkolleg Verantwortung übernehmen

Bei unserem Treffen des Schülerkollegs in Berlin trafen wir uns als Gruppe engagierter Jugendlicher und lernten von zahlreichen Experten viel über das Themenfeld ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Uns war es wichtig, dieses Wissen weiterzugeben und somit die Öffentlichkeit auf diese beiden sehr wichtigen Themenfelder aufmerksam zu machen und die Vorbilder der neuen Generation über diese Themen zu informieren.

Der Place to B Award

Wir, das Schülerkolleg, wohnten – das sollte mittlerweile jedem bekannt sein – in der alten Feuerwehrwache in Berlin. In Zimmern mit hohen Türen und zwei unterschiedlichen Farben: Rot oben und Blau unten. Aber das Spannendste war das große Gebäude gegenüber. Es ist das Haus, das so groß ist wie seine Schlagzeilen, das Themen so tiefgründig und sorgfältig auswählt. Wir befanden uns gegenüber vom Axel Springer Haus und wir waren uns zuvor an jenem schicksalhaften Tag nicht bewusst, welche Möglichkeiten uns dies eröffnen würde; uns jungen ambitionierten Jugendlichen in Berlin.

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Die Verkehrswende und Überlegungen zu einer nachhaltigeren Mobilität

Der Klimawandel und Möglichkeiten wie wir ihn noch verhindern – oder zumindest einschränken – können, waren die zentralen Themen unseres Berlin-Seminars. Die Frage, wie wir unsere Energie zukünftig emissionsfrei produzieren können, war deshalb von großer Bedeutung und wurde u.a. bei einem Besuch im Bundeswirtschaftsministerium besprochen.

Für besonders hitzige Diskussionen hat jedoch auch der Verkehrssektor gesorgt, insbesondere ob und wie stark der Staat mit Verboten eingreifen soll, z.B. bei Kurzstreckenflügen. Die Notwendigkeit einer Verkehrswende hin zu emissionsärmeren Verkehrsmitteln kann jedenfalls nicht geleugnet werden, auch weil im Verkehrssektor die Treibhausgasemissionen in Deutschland in den letzten Jahren sogar weiter anstiegen. Wie aber könnte eine nachhaltigere Mobilität aussehen?

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Flugverbotsschild- Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Weg zum klimafreundlichen Leben: Verbote, Steuern und Zertifikate

Was passiert, wenn junge Menschen aus den verschiedensten Regionen Deutschland mit unterschiedlichen Meinungen und politischen Interesse zusammenkommen? Diskussionen. Ob in der U-Bahn, beim Frühstück oder mitten in der Nacht, wir haben immer ein Thema gefunden, über das man gut diskutieren konnte. Denn jeder hatte seine ganz eigene Einstellung zu einem Thema. Obwohl unser diesjähriges Thema Klimawandel war, diskutierten wir auch über die verschiedenen Varianten der Demokratie und der Wirtschaft, aber auch über alltägliche Dinge. Doch bestimmte Themen standen des Öfteren zur Diskussion, nämlich einerseits ob Verbote ein Weg zur gerechten Klimapolitik sind, außerdem wie die CO2 Steuer gesehen wird und ob der Zertifikatehandel noch Zukunft hat. Zu diesen Schwerpunkten haben wir jedoch nicht nur in kleinen Gruppen diskutiert, sondern bekamen immer wieder Informationen und auch Haltungen mit aus den verschieden Unterhaltungen und Vorträgen, die wir in unserer Zeit in Berlin mitbekommen haben. So wollen wir folgend die drei Schwerpunkte aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Weiterlesen

Zwischen Innovation und Vorsicht – Europas Umgang mit der Künstlichen Intelligenz

Das Thema, mit dem wir uns beschäftigten, ist in vielen Dystopien zu finden. Es fasziniert uns und lässt uns gleichzeitig einen Schauer über den Rücken laufen: die Künstliche Intelligenz.

Die Idee ist bekannt: das Automatisieren des Lernverhaltens einer Maschine oder eines Programms. Doch sofort kommt das Bild eines hyperintelligenten, autonomen Roboters auf, der sich gegen die Menschheit verschwört und sie mit ihren eigenen Waffen schlägt.

Vielleicht macht die Vorstellung uns Angst, nicht mehr die selbst ernannte Krone der Schöpfung zu sein, das intelligenteste (Lebe)Wesen von allen, sondern der unschlagbaren Intelligenz einer perfekten Maschine Platz machen zu müssen. Oder uns besorgt der große Makel der fehlenden Empathie eines Roboters. Vielleicht sind wir Menschen momentan technisch einfach so weit, dass uns die vielen Möglichkeiten erschrecken. „Irgendwann ersetzen uns die Roboter“ ist eine häufige Behauptung geworden. Und während die Vorstellung einer derart meisterhaften Maschine die Herzen von Wissenschaftlern sicherlich schneller schlagen lässt, ist die Reaktion auf diese Aussage meistens nur ein trauriges Nicken. Vielleicht ist dies ja unser Ikarus-Moment. Vielleicht fliegen wir zu hoch, zu nah an der Sonne?
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Technologie und Kunst – ein Zusammenspiel des digitalen Zeitalters

Im Rahmen des Schülerkollegs International 2018/2019 haben wir in Brüssel Ralph Dum von der Generaldirektion Kommunikation, Inhalte und Technologien sowie den Künstler René Sultra kennengelernt, die sich mit Digitalisierung und Kunst beschäftigen. Unter digitaler Kunst verstanden sie Kunst, welche mit dem Computer erzeugt wird und besonders Algorithmen genutzt werden, um Muster, Kontraste und Farbflächen zu erschaffen. Während des Workshops wurden wir in diese Thematik eingeführt und uns verschiedene Projekte vorgestellt. Weiterlesen