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Der Einfluss der Sprache auf eine demokratische Gesellschaft – Debattenkultur 2/2

Sprache verfügt nicht nur in den Händen von Politiker*innen über große Macht. Auch die Debattenkultur ist ein wichtiger Bestandteil des demokratischen Diskurses. Erst durch das Abwägen verschiedener Argumente sowie dem Ausdruck von Kritik an bestehenden Meinungen können Bürger*innen ihre Mündigkeit geltend machen. Traditionell wird die Rede- und Streitkultur als persönliches Gespräch zwischen zwei oder mehr Menschen definiert, wie bei dem klassischen Debattieren als Wettbewerbsform.

Es gibt verschiedene Ansätze für Umgangsformen innerhalb der Debattenkultur, so zum Beispiel den von Jürgen Habermas, der in seiner Diskursethik klare Regeln für objektive Diskussionen setzt. Während die Details sich aber unterscheiden, lässt sich allgemein sagen, dass Respekt und ein gewisses Maß an Objektivität als Grundvoraussetzungen für eine gesunde Debattenkultur gesehen werden können.

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Einblick in die OECD

Die Organization for Economic Co-operation and Development, kurz OECD, ist eine der bedeutsamsten internationalen Organisationen. Ihre 37 Mitgliedstaaten fühlen sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet und gelten als entwickelte Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen. Seit dem 16. April 1948 vereint die OECD Forschung und Beratung, um sozial-ökonomische Probleme statistisch zu erfassen und anzugehen.

Am 25. März hatte der SKI Jahrgang 20/21 die Möglichkeit, mit einem Vertreter der Pariser Niederlassung über die Arbeit bei der OECD und den Diskurs über Migration zu sprechen.

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Der Einfluss der Sprache auf eine demokratische Gesellschaft – Sprache als Waffe Teil 1/2

Unter unserem diesjährigen Jahresthema „Demokratie in der Dauerkrise“ haben wir uns unter anderem mit dem Einfluss der Sprache, deren Verwendung von Politikern sowie der Debattenkultur beschäftigt.

Gestik, Mimik, Körpersprache, Sätze, Wörter: Das alles sind Wege über die wir kommunizieren – uns anderen mitteilen. Dadurch können wir uns mit anderen sowohl unterhalten als auch streiten, wir können jemandem etwas beibringen oder versuchen, ihn von unserer Meinung zu überzeugen; wir schaffen Gemeinsamkeiten oder stellen Unterschiede heraus.

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Demokratie vs. Autokratie: Eine Zusammenfassung unserer Beobachtungen – Ungarn Teil 4/4:

Ein EU-Land auf dem Weg zur Autokratie

Der sich autokratisierende Staat Ungarn macht es der EU schwer Entscheidungen, die teilweise einstimmig entschieden werden müssen, zu treffen. So zum Beispiel der EU-Haushaltsplan, der lange überfällig war, da die oben genannten Länder sich anfangs dagegen sträubten. Es gefiel ihnen nicht, dass Gelder hätten gestrichen werden können, wenn Rechtsstaatsprinzipien nicht eingehalten worden wären. Erst durch einen Kompromiss konnte der Haushaltsplan endlich beschlossen werden.

Doch warum lehnte sich Ungarn so sehr gegen diesen Entwurf auf? Bereits kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion wollte das Land ein Teil der EU werden. Zum einen um Wohlstand, Sicherheit sowie wirtschaftliche Stabilität, wie die anderen Europäischen Industrienationen, zu erlangen. Zum anderen sah sich das Land schon immer als Teil von Europa. Darüber hinaus wollte man eine erneute Annäherung an Russland vermeiden. 

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Zentrale Herausforderungen für die europäische Demokratie

Die EU-Kommission gilt als eine der mächtigsten Institutionen der Europäischen Union. Durch ihre supranationale Rolle hat sie eine interessante Perspektive auf die größten Herausforderungen für Demokratien in Europa, in der Gegenwart sowie in der Zukunft. Der SKI Jahrgang 2020/21 hatte die Möglichkeit, diese Perspektive in einem Termin mit einer hochrangigen Vertreterin der Europäischen Kommission, die sich für Werte und Transparenz in der EU engagiert, zu besprechen und zu analysieren.

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Demokratie vs. Autokratie: Eine Zusammenfassung unserer Beobachtungen – Die US-Wahlen Teil 2/4

Mit der heutigen Vernetzung und dem Einfluss sozialer Medien wäre es fast unmöglich, dem Themenschwerpunkt USA auch nur einen einzigen Tag aus dem Weg zu gehen. Weite Teile deutscher Politik und Popkultur werden wesentlich von den USA beeinflusst, ob durch politische Bündnisse oder Instagram und TikTok. Umso intensiver wurden die vergangenen US-Wahlen sowohl hier als auch in Gesamteuropa verfolgt. Die Reaktionen? Ein Mosaik aus Empörung, Angst, Wut und – Erheiterung.

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Demokratie vs. Autokratie: Eine Zusammenfassung unserer Beobachtungen – Belarus Teil 1/4

Deutschland ist eine Demokratie – dies ist ein allgemein bekannter Fakt. Doch was bedeutet das eigentlich genau?

Die Demokratie ist „Volksherrschaft“, also der Zustand, in welchem jede/-r Bürger/-in eines Landes eine Stimme hat, die wahrgenommen und miteinbezogen wird. Aber auf der ganzen Welt entwickeln sich angebliche Demokratien immer mehr zum Gegenteil. Entgegen der Erwartungen finden diese Entwicklungen direkt nebenan – in Polen, Belarus, Ungarn – aber natürlich auch über Europa hinaus statt.

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Seminarerkenntnisse praktisch umgesetzt: SKI-Alumni gründen Initiative zur Förderung von Nachhaltigkeit an Schulen

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen in unserer Gesellschaft zunehmend eine immer zentralere Rolle. Das lässt auch den Ansatz “Bildung für nachhaltige Entwicklung” für Schülerinnen und Schüler immer wichtiger werden. Hiermit ist nicht nur eine grundsätzlich stärkere Adressierung von Nachhaltigkeitsfragen in Schulen gemeint, sondern vor allem auch die Möglichkeit, eigene Projektideen dazu praktisch umzusetzen. Doch wie gehen die Bildungsstätten aktuell mit dieser Thematik um?

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Interview mit Niels Schuster – Der Green Deal der EU zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Seit einigen Wochen stehen Home Office und Videokonferenzen zwischen dem realen Austausch. Das private Leben ist auf das Minimum reduziert. 2020 – das Jahr ohne interessante Begegnungen und Erfahrungen? Von wegen! Das Schülerkolleg International hat uns, Dörthe und Yasmin, ermöglicht, ein Interview mit Niels Schuster, Beamter der EU-Kommission, zum Thema Klimaschutz zu führen. Das fand zwar digital und sogar zwischen zwei Ländern statt. Trotzdem war es spannend, mit einer Persönlichkeit zu sprechen, die die Regeln des Pariser Klimaabkommens selbst mit verhandelte.

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Wie kann es nach der Corona-Krise mit dem Klima weitergehen?

Die Corona-Krise hat uns hart und vor allem überraschend getroffen: nur wenige bis wahrscheinlich niemand hätte sich träumen lassen, dass ganz Deutschland, die ganze Welt ohne tatsächliche Vorankündigung lahm gelegt und auf Stillstand gestellt wird. Aber aus jeder veränderten Situation kann eine neue Normalität entstehen und wir merken, wie es auch ohne den Alltagsstress, ohne Geschäftsreisen, aber dafür mit Videokonferenzen, im Homeoffice geht. Wir wollen uns nichts vormachen: für unser Klima ist der Shutdown gut, die Autos bleiben in den Garagen, die Flugzeuge auf dem Boden, die Produktion neuer Waren ist auf ein Minimum runtergefahren. Die Folge: weniger CO2 wird ausgestoßen. Und vielleicht lernen wir aus dieser Zeit auch etwas und einen Teil der klimafreundlicheren Lebensweise können wir beibehalten. Doch wie wird es generell in der Politik und Industrie mit unserem Klima weitergehen?

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Die Gestalter des 21. Jahrhunderts

Die Schule ist ein goldener Käfig: In den Fächern leisten Lehrer hervorragende Arbeit, um uns Schüler auf das Studium oder die Ausbildung vorzubereiten. Allerdings denken wir Schüler nur in Fächern, Tabellen und Aufgabentypen. Das SKI hat genau das Gegenteil mit uns gemacht: Es bildet seine Teilnehmer zu „Out of the box“ – Denkern aus; uns wurden die Fähigkeiten für die Gestalter des 21. Jahrhundert vermittelt.

Das SKI ist ein Stipendien- und Förderprogramm für Jugendliche, die in Zukunft international gestalten möchten, ob in Wirtschaft, Politik oder sozialen Initiativen. Jedes Jahr steht ein Thema im Fokus: für den Jahrgang 2020/21 der Klimaschutz – die größte Herausforderung unserer Generation. Ich nahm am SKI teil, da ich sehr engagiert bin, zum Beispiel als Schiedsrichter, in der Schülervertretung, in einer liberalen Jugendorganisation und beim English-Debating.

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„Faule“ Entscheidungsträger? – Meine Erkenntnisse aus dem Berlinseminar in Bezug auf die Klimapolitik

Hallo! Mein Name ist Luzie Richter, ich bin 16 Jahre alt und nehme am Schülerkolleg 2019/2020 teil. Im November hat das Berlin-Seminar zum Thema „Klimaschutz“ stattgefunden. Im Laufe der vielen Programmpunkte hat sich dabei meine Sicht auf die heutige – vermeintlich enttäuschende – Klimapolitik verändert.

Aufgrund des hohen politischen Interesses in unserer Gruppe, waren uns viele der Programminhalte bereits bekannt. Dennoch war die Verbildlichung vor Ort eine erneute Motivation, sich aktiv einzubringen. Besonders das Gespräch mit Impact Investor Jochen Wermuth, einer Referentin von atmosfair sowie die Führung durch die ECF Urban Farm hat uns einige Möglichkeiten grüner Zukunftsgestaltung aufgezeigt und somit verdeutlicht, dass es nicht vergebens ist, sich für das Klima einzusetzen. Solche ernüchternden Gedanken können angesichts der aktuellen Klimadebatte nämlich schnell auftauchen.

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Klimawandel und Großstädte

Wie wir schon bereits während des Berlinseminars lernen konnten, ist die Beziehung zwischen Großstädten und dem Klimawandel eine fundamentale. Damals hatten wir uns eine ECF-Farm angeschaut, die nur wenige Kilometer außerhalb Berlins auf wenigen Quadratmetern verschiedene Pflanzen und Fische züchtete. Vertical Farming, so der Fachbegriff, soll dabei helfen, auch in Städten Lebensmittel zu produzieren. Dass Großstädte enorme Auswirkungen auf unser Klima haben, konnte uns auch Nick Goedeking während einer der zahlreichen Zoom-Sessions bestätigen. Seine Kenntnisse durch eine Promotion am Department of Environmental Science, Policy and Management der University of California in Berkeley spiegelten sich auch in unserer Unterhaltung wider.

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Sprechblasen: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Treffen sich ein Junger Liberaler, ein Mitglied der Jungen Union und einer der Grünen Jugend…

Was sich anhört wie der Anfang eines schlechten Witzes, war beim SKI eine Gelegenheit. Die Gelegenheit, aus der gewohnten Blase auszubrechen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die eine andere, wenn nicht gar die gegensätzliche Meinung vertreten.

Oft sucht man sich in seinem Umfeld Menschen, die eine ähnliche Meinung vertreten, ähnliche Interessen oder einen ähnlichen Humor haben. Das kann zur Folge haben, dass man in seiner Meinung immer mehr bestärkt wird. Das ist ganz schön, aber ist für einen persönlich nicht besonders bereichernd. Beim SKI trafen wir auf über zwanzig diskussionsfreudige Jugendliche, die ein anderes Umfeld gewohnt sind.

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