Workshop von „Politik, wir müssen reden“

Am zweiten Tag unseres Brüssel-Seminars ging es für uns zum Workshop von „Politik, wir müssen reden“ in die hessische Landesvertretung.
Nachdem wir aufgrund des schlechten Wetters völlig durchnässt angekommen waren, wurden wie zuerst von Mitarbeiter*innen der Landesvertretung begrüßt und durften ihnen unsere Fragen stellen.
Dann ging es für uns an das Vorstellen: Wir hatten alle im Vorfeld eine Selbstbeschreibung als Tweet (<140 Zeichen) formuliert, diese galt es nun, der richtigen Person zuzuordnen. Die Zuordnung gestaltete sich mal leichter, mal schwieriger, am Ende hatten wir jedoch alle etwas Neues über einander gelernt und sehr viel gelacht.

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Brüssel: Hauptstadt der Europäischen Union… und der Armut

„Wo der Reichtum regiert, ist die Armut zu Haus.“
– Horst Bulla (dt. Dichter und Autor, *1958)

In jeder großen Stadt gehören Obdachlose und Bettler zum Stadtbild – so auch in Brüssel. Doch hier sticht der Gegensatz noch schmerzlicher ins Auge. Es ist der Gegensatz, zwischen der EU, die über Digitalisierung, Urheberrechtsreformen oder Klimawandel diskutiert, und den Menschen in Armut, die weit weg von diesen Themen leben und denen es weniger um ein Leben in einer digitaleren Welt, sondern vielmehr um wenigstens irgendein Leben geht. Der Gegensatz, den man sieht, wenn man die ganz eigene, abgeschirmte Welt des EU-Viertels verlässt und hinein geht in die wirkliche Welt.

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Medien in der Europäischen Union

Der Einfluss der Medien auf die öffentliche Wahrnehmung ist enorm; nicht umsonst werden sie auch als die 4. Gewalt bezeichnet. Es ist daher wichtig, dass die Medien objektiv berichten. In Sachen Europa gab es lange Zeit zu wenig Berichterstattung, was sich vor allem daran zeigt, dass die meiste Menschen das Gefühl haben, in der EU würde nichts passieren, wobei in der Realität jede Menge passiert ist. Weiterlesen

Neue Wege gehen und alte hinter sich lassen

Wenn ich eines beim Schülerkolleg gelernt habe, dann ist es, dass man seine Meinung auch ändern kann. Noch nie in meinem Leben habe ich so rege Diskussionen geführt wie bei den Treffen des Schülerkollegs. Man muss schon sagen, dass zwar Menschen mit den gleichen Interessen zusammen kommen, aber keinesfalls mit den gleichen Meinungen. Zeitweise glaubte man sogar, man säße nicht in einem Restaurant mit einer Gruppe Jugendlicher zwischen 15 und 18 Jahren, sondern mitten in einem heißen Debattierwettbewerb. Genau das macht das Schülerkolleg aus: Verschiedene Menschen aus verschiedenen Städten und mit verschiedenen Grundeinstellungen zusammen über ein ganz bestimmtes Thema der Welt diskutieren lassen. So etwas kann natürlich auch schief gehen, aber man lernt auch viel dazu. Zuhören und sich selbst kundzutun zu allererst.

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Internet of Things

Seitdem Kevin Ashton vom MIT 1999 den Begriff „Internet of Things“ (IoT), auf Deutsch „Internet der Dinge“ (IdD), etabliert hat, ist er in aller Munde und wurde vor Kurzem von der Politik mit der „Industrie 4.0“ aufgegriffen.

Aber: Was ist dieses schleierhafte „Internet of Things“ und was bedeutet es für uns?

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Group Behaviour and Fake News

1. Introduction
“Together we’re strong
We can’t go wrong
And now we know just what to do
And how to get our meaning through.”
According to Mireille Mathieu’s and Patrick Duffy’s song our species’ power and strengths lies in collaboration and group behaviour. But can we as group really not go wrong? In his book “21 Lessons from the 21 Century”, the Israeli historian Youvsal Noah Harari strongly refutes this claim. Exploring the nature of post-truth society, he comes to the conclusion that group behaviour is key for the individual’s acceptance and the general propagation of fake news. This essay explores group behaviour and its influence on the perception and propagation of beliefs in our current society. In a first part group behaviour will be defined.

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Digitalisierung: Der Schlüssel zur Integration

Ein polarisierendes Social Start-Up, welches versucht Digitalisierung als Schlüssel zur Integration zu nutzen und damit die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das Start-up Kiron-Open Higher Education, das ein Online-Studienprogramm für Flüchtlinge entwickelt hat, um diesen eine Hochschulausbildung zu ermöglichen. Unser Schülerkolleg International-Jahrgang hatte die Chance, das Unternehmen zu besuchen und unsere brennenden Fragen zum Thema Digitalisierung und Co. beantworten zu lassen.

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Digitalisierte Bildung – Wie der Staat die Bildung mithilfe moderner Technologien verbessern könnte

Die Frage nach der Bildung: Irgendwie sind sich alle einig, dass im Bereich der staatlichen Bildung etwas getan werden muss, doch kaum jemand kann ein überzeugendes Konzept vorweisen. Es sind immer kleinere Anpassungen, denn Politiker*innen sind vorsichtig geworden. Schließlich sind größere Reformen häufig fehlgeschlagen und/oder mussten teilweise wieder zurückgenommen werden (siehe G8 in Bayern).

Fakt ist auf jeden Fall, dass unser Schulsystem aus dem 19. Jahrhundert stammt und sowohl besonders talentierte wie auch benachteiligte Schüler*innen in ihrem Vorankommen gebremst werden. Im folgenden Blogbeitrag werde ich versuchen, Denkanstöße für die Nutzung des technologischen Fortschritts im Bereich der Bildung zu geben.

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Die vierte Dimension unserer Außenpolitik

Unentwegt schreitet der technologische Fortschritt in beinahe allen Bereichen des Lebens voran. Die Entwicklung vom Brief zur E-Mail sowie das Powerhouse Handy sind heute allgegenwärtig. Die digitale Neuerung gehört mittlerweile in den allermeisten Bereichen der Volkswirtschaft zum Arbeitsalltag. Gilt dies auch für die öffentlichen Ämter, wie das Auswärtige Amt und welche Auswirkung hat der digitale Wandel für die diplomatische Arbeit heutzutage?

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Digitalisierung an Schulen (Ist-Zustand)

Neulich in einem Internet-Bewertungsportal: „An der Modellschule für neue Medien in X. funktioniert in manchen (!) Sälen der Lichtschalter.“
Währenddessen spricht die Gesellschaft von Digitalisierung und digitalem Fortschritt, künstlicher Intelligenz, Automatisierung in der industriellen Fertigung und autonomen Autos, nur im deutschen Bildungswesen haben solche Innovationen nur unzureichend Eingang gefunden wie der aufgebrachte Kommentar eines betroffenen Schülers deutlich macht.
Es gibt also offenbar viele Hindernisse, die sich bei der Digitalisierung einer Schule in den Weg stellen.

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#veganlifestyle – Der Einfluss sozialer Medien auf das vegane Leben

Picture by Zeetz Jones. License: Creative Commons Attribution 2.0 Generic License.

„Offenbar tritt in dem Maße, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.“ – August Bebel (1840-1913, Mitbegründer und Führer der deutschen Sozialdemokratie)

Mit der Lebensreformbewegung, die sich ungefähr zu Lebzeiten August Bebels formierte, entstand erstmals ein Bewusstsein für gesunde Ernährung, aber auch schon damals für den Fleischkonsum. Die Gemeinschaft der Veganer*innen, damals ein kleiner Teil der Bewegung und noch nicht wirklich etabliert, ist heute eine, die wächst und wächst. Auf den sozialen Medien ist es das am häufigsten thematisierte Thema im Ernährungssektor. Immer mehr Menschen entscheiden sich vegan zu leben, veröffentlichen Fotos mit #veganlifestyle und werden Teil der veganen Community auf Social Media.

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Absturz oder Neustart?

Bildung in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung

Allgemeinbildung, Herzensbildung, Ausbildung, Schulbildung, Weiterbildung.
Sie ist nicht zufällig Bestandteil zahlreicher Komposita, kann sie doch viele Formen annehmen und auf ebenso viele unterschiedliche Weisen definiert werden.
Sie gilt als essentiell für die Bewältigung der Welt, in der wir leben, und als entscheidend für die Entwicklung eines Menschen durch die Herausbildung individueller Charakterzüge.
Sie soll Menschen befähigen, sich als selbstbestimmte Persönlichkeiten in einer sich beständig verändernden Gesellschaft zurechtzufinden und verantwortungsvoll ihre eigenen Lebensentwürfe zu verfolgen.¹
Welche Rolle man ihr auch zuschreibt, wie man sie auch definiert: Dass Bildung entscheidend dazu beiträgt, den Menschen zum Menschen zu machen, ist gesellschaftlicher Konsens. Dabei muss unterschieden werden zwischen Herzensbildung einerseits und akademischer Bildung andererseits, hinzu kommen die verschiedenen Abstufungen akademischer Bildung, also beispielsweise Schulbildung oder höhere, universitäre Bildung. Als Schülerin beschäftigt mich hauptsächlich die Frage nach der Zukunft von Bildung im schulischen Bereich. Weiterlesen

Demokratie von dem Sofa aus

Die Gesellschaft verändert sich durch die Digitalisierung. Sollten sich auch die Wahlen im gleichen Tempo mitverändern? Es gibt gute Chancen, die Wahlbeteiligung zu erhöhen, wenn der Wahlvorgang für jeden einfach, unkompliziert, unterwegs oder bestenfalls noch vom Sofa aus abgehalten werden kann. Der Aufwand, die Zeit und den Termin, den du normalerweise vorgesetzt bekommst, würde einfach wegfallen. Ich denke, die Menschheit und die Gesellschaft verändert sich immer. Wir werden hoffentlich nie ein Stadium des Stillstandes erreichen. Somit finde ich, dass Online-Wahlen sich unserem aktuellen Zeitgeist nur anpassen müssten. Doch ist das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt mit unseren Wahlrechtsgrundsätzen vereinbar?

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Das Berlin-Seminar 2018 in Zahlen, Fakten und Anekdoten…

„Schätzt mal: Wie groß ist der Bundeshaushalt eigentlich?” fragt uns der Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz. Nervöses Murmeln, eine verhaltene Meldung. Die Antwort ist 335 Milliarden EUR – ich hätte es nicht gewusst.

Blicken wir zurück: Alleine oder in kleinen Gruppen trudelten die Teilnehmer/innen am Mittwoch ein und schleppten sich samt Gepäck die Treppen hoch. Die nächste Hürde: 25 Namen lernen, Teamer/innen nicht mitgezählt. Erleichterung: Ein Vorname taucht gleich dreimal auf. Doch das war auch nicht lange von Bedeutung, da die Personen hinter den Namen um einiges interessanter waren.

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Warum uns die Digitalisierung in der Bildung enorm helfen könnte.

Zugang von Bildung in einer digitalisierten Welt #digitalfuture

Jede/r, der/die heutzutage mal in der Schule war, kennt’s: Der Lehrer/die Lehrerin steht vorne am Smartboard oder Beamerwagen, drückt hilflos irgendwelche Knöpfe und gibt nach ein paar Minuten verlorener Arbeitszeit auf und kehrt schließlich zum „guten“ alten Frontalunterricht zurück. Leider.

Auf das Problem, dass die Lehrer/innen es nicht so sehr mit neuer Technik haben, brauche und möchte ich heute gar nicht eingehen. Viel mehr möchte ich darauf eingehen, welchen Zugang bzw. Möglichkeiten uns diese Technik bringen könnte.

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